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Grauvieh |
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Das Tiroler Grauvieh ist ein mittelrahmiges
Zweinutzungsrind. Die Tiere sind einfärbig silber- bis
eisengrau, der Kopf, Hals und Rumpf ist angeraucht. Das dunkle
Flotzmaul ist hell gesäumt, die Klauen sind schwarz. Die Stiere
sind dunkler gefärbt als die Kühe und der Rücken wird von einem
hellen Aalstrich geziert.
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Es handelt sich um eine alte, autochthone österreichische
Rinderrasse. Zur Zeit der Völkerwanderung durchmischte sich das
heimische bodenständige ligurisch-keltische Rind mit dem Vieh
der sich ansiedelnden Alemannen. Aus dieser Kreuzung
entwickelten sich im Laufe vieler Jahrhunderte verschiedenste
Landschläge. Ende des 19. Jahrhunderts trennten sich die Schläge
in die Rassen Braunvieh und Grauvieh auf.
Das Tiroler Grauvieh ist eine Zweinutzungsrasse. Die
Milchleistung liegt bei rund 4.850 kg mit 4,0 % Fett und 3,3 %
Eiweiß. Die ausgewachsenen Kühe erbringen
Durchschnittsleistungen von mehr als 5.100 kg Milch,
Laktationsleistungen von mehr als 6.000 kg sind möglich werden
aber nur vereinzelt angestrebt.
Tiroler Grauvieh auf der Verpeilalm im Kaunertal in Tirol.
Braunvieh im Hintergrund Grauvieh auf der Alm. |
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Die Grauviehrasse - Grigio Alpina - ist eine typische
Bergrinderrasse mit einer sehr guten Milch- und Fleischleistung.
Die weiblichen Rinder sind mittelrahmig, haben im Alter von 3
Jahren ein Körpergewicht von 550 bis 600 kg und sind mit einem
korrekten Fundament und harten Klauen ausgestattet. Die Tiere der Grauviehrasse haben einen ausgeprägten Instinkt
für die eigene Futtersuche bei der Weidenutzung, sie haben eine
gute Futterverwertung, sind widerstandsfähig, langlebig und
haben eine ausgezeichnete Fruchtbarkeit. Die Milch der Grauviehrasse ist von ausgezeichneter Qualität und
eignet sich sowohl für den Frischkonsum, als auch für die
Verarbeitung zu hochwertigen Produkten (Käse, Butter, Joghurt
usw.). Unter den Bergrinderrassen in Italien verfügt die
Grauviehrasse über das beste Verhältnis in Bezug auf Milchmenge
und -qualität (Fett und Eiweiß) und liefert somit einen höheren
Anteil an Inhaltsstoffen für die Verarbeitung zu
Qualitätsprodukten. Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh
lag im Jahr 2002 in Südtirol bei 8491 Kontrollkühen bei 4836 kg
Milch, 3,78 % Fett und 3,38 % Eiweiß (Zum Vergleich Fleckvieh:
6404 kg Milch, 4,14 % Fett, 3,52 % Eiweiß). Bei der Bewertung
der Durchschnittsleistung ist dem mittleren Körpergewicht (550 -
600 kg) sowie den von der Natur vorgegebenen Fütterungs- und
Haltungsbedingungen im Berggebiet Rechnung zu tragen. |
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Die Grauviehrasse ist eine Doppelnutzungsrasse für Milch und
Fleisch und verfügt deswegen auch über eine hervorragende
Mastfähigkeit und Fleischqualität. Besonders hervorzuheben ist
die Mast von Jungstieren bis zu einem Alter von 12 Monaten mit
einem Lebendgewicht von ca. 500 kg, einer täglichen
Gewichtszunahme von 1,2 kg, einer ausgezeichneten Bemuskelung in
der Hinterpartie, einer Schlachtausbeute von 58 % und einer
hervorragenden Fleischqualität. Ebenso finden auch weibliche
Jungrinder und ausgenutzte
Kühe aufgrund guter Bemuskelung und Fleischkörper-Qualität eine
besondere Wertschätzung.
Grauviehkalb im Tiroler Pitztal
Das Zuchtziel bei der Grauviehrasse / Grigio Alpina ist auf die
Verbesserung der Nutzungseigenschaften in der Milch- und
Fleischleistung nach Menge und Qualität ausgerichtet. Überdies
ist man bestrebt, die typischen funktionellen Eigenschaften, die
der Rasse in langjähriger Selektion der Qualitätsmerkmale eigen
sind, zu erhalten. Es sind dies: eine mittlere Körpergröße, eine
robuste Konstitution, ein korrektes Fundament mit harten Klauen,
Widerstandsfähigkeit, Weidetüchtigkeit, eine gute Fruchtbarkeit,
Leichtkalbigkeit, Euterqualität und gute Melkbarkeit. |
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